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600 Jahre altes Triumphkreuz von St. Nikolai restauriert

(Nach: www.ostsee-zeitung.de vom 13. Dezember 2007
- Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Redaktion)

Das Triumphkreuz von St. Nikolai erhält nach der Restaurierung seinen neuen Platz. Es ist über 600 Jahre alt und stand ursprünglich auf dem gotischen Trennaltar, der sich seit etwa 300 Jahren in der Kirche in Waase auf Ummanz befindet.

Stralsund. Neuer Glanz in alter Kirche: Nach rund einjährigen Restaurierungsarbeiten hat das gotische überlebensgroße Triumphkreuz in St. Nikolai gestern einen neuen Platz erhalten. Das zuletzt 1934 restaurierte Kruzifix wies große Verschmutzungen und Schäden am Holz auf, wie Restauratorin Stephanie Exner sagte. Bei den Arbeiten sei die zum Teil aufgequollene Fassung des fast fünf Meter hohen Kreuzes gefestigt, der Körper abgenommen, das Holz gereinigt und Fehlstellen durch neues Holz ersetzt worden. Das Ersatzholz wurde mit Farbe eingetönt.



Diplomrestauratorin Stephanie Exner
Es war ihre Diplomarbeit. Stephanie Exner hat für die Leistung von den Professoren an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ein glattes "Sehr gut" bekommen. Ein Jahr lang restaurierte die junge Frau das gut 600 Jahre alte Triumphkreuz von St. Nikolai in einer eigens eingerichteten provisorischen Werkstatt im Hohen Chor der Kirche Tischlermeister Ingo Beyer aus Spandowerhagen leistete die Tischlerarbeiten zur Aufstellung des wertvollen Stückes am neuen Platz im Chorumgang der Kirche.

Der Förderverein St. Nikolai zu Stralsund e.V. hat die Restaurierung des Triumphkreuzes mit rund 28.000,- € gefördert. Das sind sämtliche Kosten, die der Kirchengemeinde entstanden sind. Pfarrer Hanns-Peter Neumann: "Reine Sachkosten. Die Arbeitsleistung brauchen wir nicht zu bezahlen, weil es sich um eine Diplomarbeit handelt. Sonst wäre der Preis vielfach höher gewesen."

Das etwa 800 Kilogramm schwere und und fast fünf Meter hohe Kreuz aus Eichenholz stand einst über dem gotischen Altar, der sich seit etwa 1700 in der Kirche von Waase auf Ummanz befindet. Lange Zeit stand es in einer Nische, bis es nach einer Restaurierung in Stettin 1934 in die Turmhalle kam. 1942 wurde es zum Schutz vor Bombenangriffen nach Putbus gebracht. Nach dem Krieg kam es zurück und stand seit 1951 auf dem Hochaltar.

JENS-PETER WOLDT


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