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Neues Vortragsprogramm des Fördervereins veröffentlicht

Plakette mit Krippendarstellung
und gotischen Giebeln im Hintergrund

Es ist schon ein besonderes Erlebnis, ein gerade aus dem Boden geborgenes Pilgerzeichen aus dem 14. Jahrhundert in der Hand zu halten: Die kleine Metallplakette liegt kühl und schwer in der Hand, eine grob stilisierte Marienfigur ist zu erkennen. Auffällig sind die Ösen an den Ecken - zum Annähen an der Pilgermütze! Damit haben sich die Pilger auf ihrem Weg zurück vom Aachener Marienheiligtum in ihre Heimatstadt Stralsund dem Schutz Gottes anvertraut. Auf den unsicheren Wegen sollen das sogar Räuber respektiert haben! Im kleinen Büro der Archäologen, die auf dem "Quartier 17" der Hansestadt die Grundmauern der mittelalterlichen Bebauung in unmittelbarer Nähe von St. Nikolai freilegen, werden die Funde erstmals gesichtet: Pilgerzeichen, Scherben, Plaketten, Knöpfe, Schmuckstücke - Hunderte von Zeugnissen aus sieben Jahrhunderten des Lebens der Menschen, für die St. Nikolai die geistliche Heimat war.

Da war es naheliegend, die diesjährige Vortragsreihe des Fördervereins in St. Nikolai von dem Archäologen Dr. Jörg Ansorge mit einer Präsentation der Grabungsergebnisse des "Quartiers 17" eröffnen zu lassen. Die Menschen, von deren Lebensumständen wir dabei etwas lernen können, sind ja sozusagen die Vorgänger der heutigen Förderer: Sie waren es, die mit ihrer Arbeit und mit ihrer Frömmigkeit Bau und Erhalt dieser Kirche erst ermöglicht haben.

Auch weitere Facetten des einmaligen Ensembles aus Raum und Ausstattung von St. Nikolai werden im unlängst veröffentlichten Veranstaltungsprogramm des Fördervereins für 2008 deutlich: Der "Wunderuhr"-Experte Prof. Manfred Schukowski erklärt einmal richtig, wie die astronomische Uhr im Zentrum der Kirche den Himmel über Stralsund abbildet und wie sie nach einem halben Jahrtausend Stillstand womöglich wieder in Gang gesetzt werden könnte! Neue Restaurierungsarbeiten am Schlüteraltar sind der Anlass, dem St. Nikolai-"Chefrestaurator" Volker Ehlich über die Schulter zu schauen, der Architekt Prof. Jasper Hermann wird die alljährliche Gewölbeführung wieder zu einem Abenteuer mit hohem Informationswert werden lassen und Liturgieexperte Prof. Stefan Klöckner aus Essen wird die Klangwelt der Gregorianik erschließen, für die St. Nikolai einst als Klangraum erbaut wurde.

Die Veranstaltungen finden von April bis August jeweils am vorletzten Dienstag des Monats, 19.30 Uhr, in der St. Nikolaikirche statt. Der Eintritt ist frei. Die Gemeinde erhebt während der Vorträge keinen Erhaltungsbeitrag. Am Ausgang wird um eine Spende für die Arbeit des Fördervereins gebeten.

Das komplette Programm:


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